Museen
In Budapest gibt es sehr viele Museen und Galerien, zudem kann man zahlreiche Kunstausstellungen von zeitgenössischen Künstlern an den ungewöhnlichsten Veranstaltungsorten besuchen, vor allem im Sommer. Also sollte man seine Augen immer offen halten. Allerdings ist zu beachten, dass die meisten Museen montags geschlossen sind. Der Eintritt ist häufig kostenlos, insbesondere mit der „Budapest-Karte” (ungarisch: Budapest Kártya), aber im Haus des Terrors kostet eine Eintrittskarte 1200 Forint. Aktuelle Informationen über die Ausstellungen und andere Veranstaltungen erreichen Sie unter: museum.hu
Haus des Terrors(Terror Háza)
Im gerade vergangenen Jahrhundert war die Adresse „Andrássy út 60.” eine Zeit lang ein Ort, der in den Herzen der Ungarn Angstgefühle hervorrief. Das Haus war zuerst im Jahre 1944 das Hauptquartier des Pfeilkreuzler-Regimes und danach wurde es von der kommunistischen Geheimpolizei bis zur Revolution von 1956 in Besitz genommen. In jüngster Vergangenheit wurde das Gebäude zu einem stilvollen Museum umgebaut. Es zeigt auch Gefängniszellen und Utensilien, die zur Folterung der Gefangenen verwendet wurden. Der Zweck dieses Museums besteht darin, die Besucher an die Gräueltaten dieser totalitären Systeme zu erinnern und außerdem soll es als Bildungsstätte dienen. Wir empfehlen Ihnen, sich für den Besuch dieses Museums genügend Zeit zu nehmen und die betreffenden Kommentare zu
lesen.
Öffnungszeiten: von Dienstag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (letzter Einlass: 16.30 Uhr) sowie Samstag und Sonntag von 10.00 Uhr bis 19.30 Uhr (letzter Einlass: 18.00 Uhr).
Internetseite: terrorhaza.hu
Museum der Bildenden Künste(Szépművészeti Múzeum)
Der Palast an der rechten Seite des Heldenplatzes ist stolz auf seine umfangreiche Sammlung von Kunstgegenständen und Gemälden aus zahlreichen Ländern Europas. Die Namen der Künstler sprechen für sich: El Greco, Goya, Raffael, Rubens, Monet, Manet und Cezanne. Natürlich ist die Aufzählung nicht vollständig, denn das Museum bietet außerdem noch eine umfangreiche ägyptische Sammlung sowie einige griechische und römische Sammlungsobjekte.
Öffnungszeiten: von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr (montags geschlossen).
Internetseite: szepmuveszeti.hu
Memento-Park(Szoborpark)
Dieser Park ist sozusagen ein außerhalb der Stadt gelegener Friedhof für die ungarischen Symbole der ehemaligen kommunistischen Ideologie und Unterdrückung, denn die Skulpturen von Marx, Engels, Lenin und anderen sozialistischen Helden gehörten damals zum Alltag der ungarischen Bevölkerung. Ähnlich wie das Haus des Terrors setzt der Park dem „Big Brother” ein Denkmal, mit dem die Ungarn vier Jahrzehnte lang verbringen mussten. Der Memento-Park kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie mit einer direkt vom Deák-Platz abfahrenden Buslinie erreicht werden.
Öffnungszeiten: Täglich ab 10.00 Uhr bis zum Sonnenuntergang.
Internetseite: szoborpark.hu
Ungarische Nationalgalerie (Magyar Nemzeti Galéria)
Die Nationalgalerie nimmt drei Gebäudeflügel der Budaer Königlichen Burg ein und verwahrt nahezu 100.000 Kunstwerke ab dem 11. Jahrhundert, von der Staatsgründung bis zur Gegenwart einschließlich Gebäudereste, Schnitzarbeiten, Reliefs und Gemälde.
Öffnungszeiten: von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (montags geschlossen).
Internetseite: mng.hu
Ungarisches Nationalmuseum(Magyar Nemzeti Múzeum)
Vielleicht klingt es nach einem Klischee, aber das Nationalmuseum darf man keinesfalls auslassen. Nur ein kurzer Spaziergang von der Metrostation „Kálvin tér” und schon sind rechts seine hochragenden römischen Säulen zu sehen. Die in den Museumsräumen ausgestellten Kunstgegenstände und Kunstwerke sind beeindruckend, wie zum Beispiel der Krönungsmantel des Heiligen Stephan oder auch monumentale Fresken und Wandfriese.
Öffnungszeiten: von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (montags geschlossen).
Internetseite: mnm.hu
Museum Ludwig (Ludwig Múzeum)
Das Museum Ludwig ist von der Burg in den neu erbauten „Palast der Künste” umgezogen. Es ist Ungarns erstes Museum zeitgenössischer Kunst, in dem mehrere späte Werke von Picasso, Kunstwerke aus der amerikanischen Popkultur sowie Objekte von Künstlern aus den ehemaligen Ostblockländern ausgestellt werden.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr (montags geschlossen), an jedem letzten Samstag des Monats von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr.
Internetseite: ludwigmuseum.hu
Volkskundemuseum(Néprajzi Múzeum)
Festlichkeiten der ungarischen Folklore gegenüber dem Parlament – das Museum präsentiert verschiedene zeitgenössische Kunstgegenstände, Fotos, Bekleidung und Schmuck. Es lohnt sich auch dann dieses Museum aufzusuchen, wenn man nicht gerade ein Liebhaber der Ethnografie ist.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (montags geschlossen).
Internetseite: neprajz.hu
Kunstgewerbemuseum(Iparművészeti Múzeum)
Den prächtigen Palast und das mit grünen Majolikafliesen geschmückte Dach kann man bereits während der Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt sehen. Das Kunstgewerbemuseum oder auch „Museum für angewandte Kunst“ präsentiert eine riesige Sammlung an jahrhundertelang aufbewahrten Textilien, Keramikgegenständen und Möbelstücken. Allein schon wegen seiner atemberaubenden Innenarchitektur lohnt es sich, dieses Gebäude zu besuchen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (montags geschlossen).
Internetseite: imm.hu
Kunsthalle(Műcsarnok)
Die Kunsthalle befindet sich links vom Heldenplatz und ist der wichtigste Ausstellungsort für die moderne Kunst. Die aktuellen Veranstaltungen und Ausstellungen finden Sie auf der Internetseite.
Internetseite: mucsarnok.hu
Das Holocaust Dokumentations- und Gedenkzentrum (Holokauszt Emlékközpont)
Das Holocaust Dokumentations- und Gedenkzentrum ist nicht nur Museum und Gedenkstätte, sondern auch Diskussionsforum und eine Art Versuch, den Holocaust sowohl als Teil der ungarischen, als auch der deutschen Geschichte zu akzeptieren. Nahezu 600.000 Ungarn - hauptsächlich Juden und Roma – wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in Auschwitz und unter dem Terror der Pfeilkreuzler ermordet.
Internetseite: hdke.hu
Das Jüdische Museum (Magyar Zsidó Múzeum)
Versteckt hinter der Großen Synagoge - wo Theodor Herzl, der Vater der zionistischen Bewegung geboren wurde - befindet sich das Jüdische Museum, das mit seinen umfangreichen Foto- und Kunstobjektsammlungen das stolze jüdische Erbe von Budapest dokumentiert. Auch noch nach dem Terror des Holocaust ist Budapest die osteuropäische Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde.
Internetseite: bpjewmus.hu
KOGart – Haus der Kunst und der Gastronomie (KOGart - A művészetek és gasztronómia háza)
KOGart ist ein Palais an der Andrássy-Straße im Dienste der Kunst und des Genusses. Hier ziehen nicht nur die regelmäßigen Ausstellungen, Veranstaltungen und Konzerte, sondern auch ein ausgezeichnetes Restaurant und ein Kaffeehaus viele Besucher an.
Internetseite: kogart.hu
Filmbühne Uránia(Uránia mozi)
In Ungarn werden die kleinen Filmbühnen allmählich von den großen, unpersönlichen Multiplex-Einrichtungen mit ihren Kassenhits und Hollywood-Blockbusters abgelöst, aber einige Basteien der früheren Filmemacher in kleineren Ausmaßen sind noch erhalten geblieben. Die Filmbühne Uránia ist das perfekte Gegenbeispiel für Lichterglanz und Popcorn, und wenn Sie auch den Beginn des Films verpassen, sollten Sie dort wenigstens einen Kaffee trinken.
Internetseite: urania-nf.hu





