Sehenswürdigkeiten
BUDA
Burgberg (Várnegyed) Der Burgberg, den man auch den „alten Stadtteil” von Buda nennt, war über Jahrhunderte hinweg der kulturelle und strategische Mittelpunkt der Stadt und Schauplatz von mindestens 30 Belagerungen. Aufgrund der damit verbundenen Zerstörungen musste dieser Stadtteil mehrmals wieder aufgebaut werden, wobei auch häufig die Bausteine der alten Gebäude wiederverwendet wurden, wodurch dieser Stadtbezirk eine beeindruckende architektonische Vielfalt erhielt. Die typischsten Beispiele hierfür sind der Platz der Dreifaltigkeit, das überwältigende Bauwerk der Matthiaskirche und die Königliche Burg im Süden dieses Stadtteils. Von der Fischerbastei bietet sich ein atemberaubendes Panorama auf die Pester Seite der Stadt.
Königliche Burg in Buda(Budai Királyi Palota)
Das monumentale Bauwerk befindet sich im südlichen Teil des Burgviertels und besticht durch seine verschiedenen Stilrichtungen. Schon seit dem 14. Jahrhundert diente es als königliche Burg. 400 Jahre später wurde das Gebäude umgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg hat man umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten vorgenommen. Zurzeit sind in diesem Gebäudekomplex das Budapester Historische Museum, die Ungarische Nationalgalerie sowie die Landesbibliothek Széchenyi untergebracht. Als besonderer Höhepunkt der Winzerfeste wird hier jeweils im September das Budapester Internationale Wein- und Sektfestival veranstaltet.
Spaziergang in der Burg: budapestinfo.hu
Fischerbastei(Halászbástya) Häufig ist die Fischerbastei das erste Ausflugsziel von Budapest-Besuchern, denn von diesen wunderschönen Türmen aus kann man eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt genießen. Die Türme und Basteipromenaden muten mittelalterlich an, tatsächlich wurden sie jedoch erst 1902 von Frigyes Schulek als Ergänzung zur Matthiaskirche erbaut.
Der Gellért-Berg und die Zitadelle(Gellért hegy és Citadella) Der Gellért-Berg mit der beeindruckenden Freiheitsstatue ist fast von jeder Stelle in Budapest zu sehen, und er ist einer der wichtigsten Orientierungspunkte der Stadt. Die 14 Meter hohe Statue wurde ursprünglich von Miklós Horthy in Auftrag gegeben, denn er wollte seinem Sohn, der im Krieg bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen war, ein Denkmal setzen. Als die russische Armee in Ungarn einzog, wurde der Propeller – den die Figur ursprünglich hochgehoben hatte – gegen einen Palmenzweig als Symbol der Befreiung des Landes von der Naziherrschaft ausgetauscht. Unmittelbar hinter dem Denkmal befindet sich die Zitadelle, eine Festung, die das Haus Habsburg nach dem Freiheitskampf 1848/49 errichten ließ. Hier befindet sich zurzeit ein Freilichtmuseum, welches die Chronik des Gellért-Berges vorstellt. Die Aussicht vom Berg ist einzigartig und wunderschön. Die höchste Stelle kann man am besten auf dem Weg erreichen, der vom Hotel Gellért neben dem Thermalbad hinaufführt. Während des Aufstiegs kann man auch noch die Höhlenkirche besichtigen.
DIE DONAU (DUNA)
Elisabethbrücke(Erzsébet híd) Bei ihrem Bau zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Elisabethbrücke ein technisches Meisterwerk und ursprünglich die längste Kettenbrücke weltweit. Auch diese Brücke wurde – wie alle anderen Budapester Donaubrücken – während des Zweiten Weltkrieges zerstört, aber im Gegensatz zu den übrigen Brücken wurde die Elisabethbrücke später als einzige nicht originalgetreu wieder aufgebaut, sondern nach völlig neuen Plänen. Heute ist diese Brücke ist ein weißes Bauwerk, das sich von seinem Hintergrund stark abhebt – eine Hängebrücke - über welcher an der felsigen Seite des Gellért-Berges die Statue des Bischofs St. Gellért wacht.

Die Kettenbrücke
Die Kettenbrücke (Lánchíd) Die Kettenbrücke (ungarisch „Lánchíd”) war die erste ständige Verbindung zwischen Pest und Buda und zugleich ein würdiges Denkmal für István Széchenyi, den man auch als den „Größten Ungarn” bezeichnete. Im Zusammenhang mit dieser Brücke ist zu erwähnen, dass sie von William Tierney Clark geplant wurde und von Adam Clark, nach dem der runde Platz am Budaer Brückenkopf benannt wurde, errichtet wurde. An den Wochenenden im Sommer wird der Verkehr auf der Brücke eingestellt, weil dann die Volkskunstartikel- und Spielzeughändler sowie die Betreiber diverser Imbissstände die Brücke in Besitz nehmen.
Margareteninsel(Margitsziget) Die Margareteninsel ist der „Spielplatz” von Budapest, denn diese verkehrsfreie Insel bietet alle Voraussetzungen, die man für einen erholsamen Tag braucht – vom Sportstadion, von zahlreichen Tennisplätzen und dem Freibadkomplex „Palatinus” über die Freilichtbühne, den japanischen Garten und den Rosengarten, den Ruinen aus dem frühen Mittelalter bis hin zu den beiden Kurhotels und dem sehr gemütlichen Biergarten.
PEST
Das Parlament (Parlament) Das zweitgrößte Parlamentsgebäude der Welt – sein neogotischer Stil orientiert sich teilweise am Londoner Parlament – ist ein beliebtes Motiv der Ansichtskarten, ganz besonders, wenn sich das Bauwerk in der Donau widerspiegelt. Auch die Gestaltung der Innenräume und des Prunktreppenhauses weist ähnlich prachtvolle Stilmerkmale wie das Gebäude auf. Touristen dürfen das Parlamentsgebäude nur im Rahmen vorher angemeldeter Gruppen besuchen.

Die Stephansbasilika
Die Stephansbasilika(Szent István Bazilika) Die nach dem Gründer des christlichen ungarischen Staates – dem Heiligen Stephan - benannte Basilika überragt in der Nähe des Deák-Platzes die Gebäude ihrer Umgebung. Der Platz vor der Basilika ist ein idealer Veranstaltungsort für Sommerkonzerte. In den umliegenden Kaffeehäusern und Bars kann man einen Kaffee oder einen Cocktail zu sich nehmen. Im Inneren der Basilika werden Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte, vor allem Stephan der Heilige, in religiöser Umgebung dargestellt.
Die Große Synagoge (Zsinagóga) Die Synagoge in der Dohány-Straße befindet sich zwischen den Metrostationen „Deák tér” und „Astoria”. Nach der Synagoge in New York ist sie die zweitgrößte Synagoge der Welt. Sie ist auch der zentrale Punkt für die lebendige jüdische Gemeinde von Budapest, die in diesem beeindruckenden Gebäude und in der Umgebung der Synagoge jährlich Festivals veranstaltet. Im einstigen jüdischen Ghetto hinter dem Gebäude befindet sich der Raoul-Wallenberg-Gedenkpark, der jenem schwedischen Unternehmer ein Denkmal setzt, der Tausende jüdische Menschen vor dem Holocaust gerettet hatte. Hier befindet sich auch jener silberne Baum, auf dessen Blättern die Namen der jüdischen Opfer eingraviert wurden. Die Stätte dient als würdiges Memento für diejenigen, deren Leben nicht gerettet werden konnte. Hier befinden sich auch das jüdische Museum sowie das Holocaust Dokumentations- und Gedenkzentrum als wichtige und eindringliche Mahnung an die dunkelste Epoche der europäischen Geschichte.
Radialstraße Andrássy(Andrássy út) Die Andrássy-Straße war eine Idee aus dem späten 19. Jahrhundert von Baron Gyula Andrássy, der die feste Absicht verfolgte, in Budapest nach dem Vorbild der Champs-Èlysées in Paris eine elegante Radialstraße zu bauen. Diese schnurgerade und von Bäumen gesäumte Radialstraße verbindet das Stadtzentrum mit dem Heldenplatz und dem Stadtwäldchen. An dieser Straße befinden sich das prachtvolle Opernhaus, der Franz-Liszt-Platz mit der Musikakademie und seinen liebenswerten Kaffeehäusern, das grauenvolle Haus des Terrors, die KOGart-Galerie sowie zahlreiche Meisterwerke der Architektur bedeutender Stilepochen. Ein Spaziergang auf dieser Straße ist wunderschön, aber wenn man nicht so gerne laufen möchte, kann man auch mit der ältesten U-Bahn auf dem europäischen Kontinent, der kleinen Untergrundbahn fahren (gelbe Linie M1).
Heldenplatz(Hősök tere) Die Statuen auf dem Heldenplatz könnten auch als „Wer ist Wer?” der ungarischen Geschichte zusammengestellt worden sein (mit Ausnahme der namhaften Vertreter aus der unbeliebten Habsburgermonarchie, deren Statuen früher schon einmal entfernt, aber dann erneut aufgestellt wurden). Die Größe und die Schönheit des Denkmals für die Helden der Nation demonstrieren den Stolz der Ungarn auf ihre Heimat. An diesem Platz stehen sich die nahezu gleichen neoklassizistischen Gebäude der Kunsthalle und des Museums der Bildenden Künste gegenüber. Das Stadtwäldchen dahinter beheimatet zahlreiche attraktive Sehenswürdigkeiten, u. a. das prächtige Bauwerk der märchenhaften Burg Vajdahunyad, den Tiergarten sowie das Széchenyi-Bad, das man unbedingt besuchen sollte.
Stadtwäldchen(Városliget) Auf der Beliebtheitsskala der Budapester Parks nimmt das Stadtwäldchen gleich nach der Margareteninsel den zweiten Platz ein. Das Wäldchen liegt stadtauswärts an der rechten Seite hinter dem Heldenplatz. Auch das Széchenyi-Bad, der Konzertveranstaltungsort „Petõfi-Halle”, das monumentale Verkehrsmuseum, der Zoo und mehrere kleine Seen befinden sich im Stadtwäldchen.
Burg Vajdahunyad(Vajdahunyad vára) Diese märchenhafte Burg wurde ursprünglich aus Holz und Pappe für die Millenniumsausstellung im Jahre 1896 errichtet, welche zu Ehren des tausendjährigen Jubiläums des Einzugs der Magyaren in das Karpatenbecken (Landnahme) veranstaltet wurde. Das Ziel dieser Ausstellung bestand darin, den Besuchern anhand von verkleinerten Nachbauten einen Überblick über das umfangreiche architektonische Erbe Ungarns – und vor allen Dingen Siebenbürgens (heute Rumänien) - zu bieten. Diese baukünstlerische Komposition hatte solch einen Riesenerfolg, dass die Burg im Jahre 1904 aus haltbaren Baustoffen stabil und neu aufgebaut wurde. Im Winter bietet das Bauwerk einen attraktiven Hintergrund für die Kunsteisbahn und im Sommer kann man Wassertreter und Boote ausleihen und damit auf dem See das Gebäude umfahren.
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